Wanderfahrt  ins Fichtelgebirge

 

Das oberfränkische Fichtelgebirge war Ziel der Wanderer des Schwäbischen Albvereins aus Sternenfels, Güglingen und Zaberfeld. Kurort und Wintersportzentrum Bischofsgrün war Standort und Ausgangspunkt für die Aktionen der 48 Wanderfreunde in dem  uralten Mittelgebirge.

Gleich nach der Ankunft wurde auf dem Ringweg das Wandergebiet erkundet und die Muskulatur für weitere Unternehmungen aufgewärmt. Die erste Tageswanderung führte unter kundiger Führung hinauf in die „Tummelzone“ des Ochsenkopfes, der mit seiner Seilbahnerschließung auch gehschwächeren Naturfreunden das Gipfelerlebnis ermöglichte. Vom legendären Asenturm bot sich ein Panoramablick über die sanft ineinander fließenden Kuppen des Naturparks Fichtelgebirge. Über die Quelle des Weißen Mains, der Europäischen Wasserscheide, dem aussichtsreichen Weißmainfelsen und der Fichtelnaabquelle ging's auf der andern Seite des Ochsenkopfes hinab nach Fleckl und zum Freilandmuseum Grassemann. Eine weitere Gipfelüberschreitung am nächsten Tag ging vorbei an einem ehrwürdigen alten Soldatenfriedhof, uralten Wetterfichten und „wild durcheinander geworfenen“ von Flechten bewachsenen, buckligen Felsen hinauf auf den 1053 Meter hohen Schneeberg. In diesem weitläufigen Waldgebiet der höchsten Erhebung des Fichtelgebirges gibt es neben reichen Rotwildbeständen noch Luchs und Auerwild. In der Gipfelregion, mit Bauwerken aus dem Kalten Krieg, steht auch der Gipfelfelsen „Backöfele“. Auf seiner Spitze steht ein hölzerner Aussichtsturm – das eigentliche Wahrzeichen des Schneebergs. Eine spektakuläre Felsformation aus Granit zwischen Ebereschen und Blaubeerbüschen, den Nußhardt, wurde auf dem Weg ins Tal bestiegen. Willkommen war die Rast bei der wildromantischen Wanderhütte „Seehaus“, in der auch einst „Wanderfreund“ Goethe ausgeruht hat. Durch ein Hochmoorgebiet wurde der Fichtelsee erreicht und ein besonderes „Schmankerl“ war die letzte Wanderetappe dem jungen Weißen Main entlang.
Auf der Heimreise wurde der Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth, die schon im 18. Jahrhundert Dichter und Denker magisch anzog, ein Besuch abgestattet. Unter charmanter und fachkundiger Führung wurde auf einem Stadtrundgang unter anderem das Markgräfliche Opernhaus und das Festspielhaus aufgesucht.
Beeindruckt von den prächtigen Zeugnissen der Residenzstadt machten sich die Albvereinswanderer aus Güglingen, Zaberfeld, Sternenfels und Häfnerhaslach auf den Heimweg. Der Zaberfelder Albvereinsvorsitzende Emil Hampp hat die erlebnisreichen Wandertage hervorragend organisiert und durchgeführt.