Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet Füllmenbacher Hof

"Der Hofberg ist ein ganz besonderes, wunderschönes Stück Natur das unsere Aufmerksamkeit, unseren Schutz und unsere Pflege verdient", sagte Wolfgang Herz, Erster Landesbeamter beim Landratsamt Enzkreis. Am Samstagvormittag besuchte er zusammen mit der Sternenfelser Bürgermeisterin Sigrid Hornauer die freiwilligen Helfer des Pflegeeinsatzes, zu dem der Schwäbische Albverein auch in diesem Jahr wieder eingeladen hatte.

Seit fast 20 Jahren hat der Stromberg-Gau innerhalb des Schwäbischen Albvereins eine Pflegepatenschaft für das Naturschutzgebiet am Hofberg beim Füllmenbacher Hof übernommen. Rund 1 Hektar Fläche, die komplett dem Land Baden-Württemberg gehört, stehen dort unter Naturschutz. Der steile Südhang mit seinen exponierten Magerrasenflächen bietet nämlich einen optimalen Lebensraum für eine Vielzahl licht- und wärmeliebender Pflanzen, Kräuter und Wildblumen sowie für zahlreiche Schmetterlingsarten und Insekten. Aufgabe der Pflegepaten ist es seither, das Gelände buschfrei und die Böden "mager" zu halten, deshalb wird der Hang in jedem Herbst vom Landschaftspflegetrupp des Albvereins abgemäht und das Mähgut anschließend abgefahren - und dabei ist das Engagement freiwilliger Helfer gefragt. Seit Beginn der Pflegepatenschaft organisiert und koordiniert Hermann Gommel aus Lomersheim als Naturschutzwart des Stromberg-Gau die Pflegeeinsätze. Was ihn freute, trotz des nasskalten Wetters, waren am Samstag 40 freiwillige Naturschutzhelfer zu dem Arbeitseinsatz gekommen, darunter auch zahlreiche Kinder. Ihren Einsatz würdigten sowohl die Sternenfelser Bürgermeisterin Sigrid Hornauer, die am Samstag die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte, als auch Erster Landesbeamter Wolfgang Herz vom Enzkreis. "Der Schwäbische Albverein und alle freiwillgen Helfer hier am Hofberg leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren in diesem einmaligen Stück Natur", sagte Bürgermeisterin Hornauer und auch Wolfgang Herz anerkannte: "Sie zeigen hier einen beispielgebenden Einsatz für die Natur und die Allgemeinheit". Durch die Pflegeinsätze bleibe die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft am Hofberg als "Naturerlebnisort für Genießer" erhalten. Zu denjenigen, die am Samstag am Hofberg Rechen und Heugabel schwangen gehörte auch der achtjährige Mika Gackenheimer aus Metterzimmern. Er war mit seiner Albvereins-Kindergruppe zum Pflegeeinsatz gekommen - und hatte gleich noch seine komplette Familie inklusive Onkel, Tante und Cousine mitgebracht. Die Arbeit am Hofberg sei wichtig, "damit die seltenen Tiere hier weiter leben können" wusste Mika. Und sie mache Spaß. "Wir arbeiten alle zusammen und das zusammengerechte Gras wird auf große Plastikplanen gepackt, die dann wie Schlitten ins Tal sausen".