Jahreshauptversammlung

 und Ehrungen

Rund 80 Mitglieder zählt  die Sternenfelser Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins.

Wenn aber die Wanderführer zur terminierten Wanderung aufbrechen wollen, dann hat sich am Start meist nur eine kleine Zahl getreuer Aktiver eingefunden.

Trotzdem schauen die Sternenfelser "Älbler" optimistisch in die Zukunft. Ihrem Strukturproblem begegnet die Wanderschar dadurch, dass sie ihre Aktivitäten schon seit einigen Jahren gemeinsam mit den Ortsgruppen aus Zaberfeld und Güglingen durchführen. So lassen sich auch Mehrtagesfahrten, etwa in den Bayerischen Wald, oder Tagestouren mit dem Buss in nicht unbedingt vor der Haustür gelegene Wanderregionen durchführen. Auch Seniorenwanderungen und Radtouren stehen regelmäßig auf dem Programm.

Roller sprach auch das Strukturproblem der Ortsgruppe an: Es sei nicht "fünf vor", sondern schon nach 12 Uhr, also dürfe man in seinem Bemühen nicht loslassen, junge Familien und auch Jugendliche für den Fortbestand der Ortsgruppe zu gewinnen.

Roller ist seit sechs Jahren kommisarischer Naturschutzwart in der OG. Die Unterstützung bei Landschaftspflegemaßnahmen hat seinem Bericht zufolge durch Kollegen indes auch in Grenzen gehalten. Viel ärgerlicher sei freilich gewesen, mit dem Zuschussantrag für Umweltmaßnahmen am Augenberg in die Mühlen der Bürokratie von Naturparkverein und Regierungspräsidien geraten zu sein. Letzlich seien von der Antragstellung im Dezember 2015 bis zur Auszahlung 2017 exakt 612 Tage vergangen und in diesem Zeitraum

49 Nachfragen seitens des Vereins erforderlich gewesen. Mittlerweile könne der Zuschussantrag aber über den Landschaftserhaltungsverband Enzkreis gestellt werden, und bereits jetzt sei die Förderung für das laufende Jahr bewilligt. Auch die Nietkastenpflege entland der qualifizierten Straßen werden mittlerweile vom Enzkreis gefördert. Roller: "Es fallen Spritkosten an und immer wieder Reparaturen, das geht auf Dauer nicht auf Kosten eines kleinen Vereins".

Der kommisarische Vorsitzende Gerhard Hohmann lies das zurückliegende Jahr aus Verwaltungssicht Revue passieren, verbunden mit einem Ausblick. Als Ärgernis des Jahres habe sich die mutwillige Zerstörung der Panoramatafel am Diefenbacher König erwiesen, die 2006 am Aussichtspunkt angelegt wurde. Nach Spendenzusagen könne in absehbarer Zeit eine Neuanfertigung in Auftrag gegeben werden.

Aktuell - 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs - wolle man auch die Restaurierung des Kriegerdenkmals angehen, nachdem das Denkmalamt "grünes Licht" gegeben habe. Auch hier hoffe man auf Spenden. Aufgrund des Neubaus des Pflegeheims "Haus Zion" sei es zudem erforderlich, die vor neun Jahren gepflanzte Schiller-Linde durch eine Fachfirma umsetzen zu lassen.

Nach dem Kassenbericht von Helga Klein und dem Bericht der Kassenprüferin Hella Strobel sowie der Wanderwarte Konrad und Helga Köhler beantragte Horst Merz für die Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft. Diese wurde einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen erteilt. Als weitere Kassenprüferin wurde Liane Garbe gewählt.

Zur Ehrung treuer Mitglieder war eigens die Vorsitzende des Stromberggaus, Christel Ktumm aus Freiberg, angereist.

Seit vier Jahrzenten halten Horst Merz und der frühere Vorsitzende Reinhold Roller der Ortsgruppe die Treue, und seit 25 Jahren Gabi und Arnold Engelhardt, Heidi und Detlef Fritsche, Ursula und Manfred Gültlinger, Oskar Hagenbucher sowie Helga und Stefan Klein.

Letztere erhielten zudem für besondere Verdienste die silberne Ehrennadel des Hauptverbandes.

von links:

Vorstand G. Hohmann, R. Roller, H. Merz, D. und H. Fritsche, Ch. Krumm, H. und S. Klein, O. Hagenbucher

Nicht auf dem Bild: G. und A. Engelhardt, U. und M. Gültlinger